Rückblick 2007
Über 250 interessierte und begeisterte Teilnehmer und 40 engagierte Referenten und Moderatoren haben gezeigt, dass dieser Kongress ein voller Erfolg war. Hier erhalten Sie einen ausführlichen Nachbericht als PDF-Datei.
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Der steigenden Bedeutung der wissenschaftlichen Psychologie, die sich aus ihrer Perspektive aktuellen Themen wie Innovation, demographischer Entwicklung, zunehmender Internationalisierung durch Ausweitung des EU-Raumes und Globalisierung widmet, stehe häufig ein sehr theorielastiges Studium an vielen deutschen Universitäten gegenüber, so Prof. Dr. Dieter Frey, Prodekan des Departments für Psychologie und Pädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Schirmherr des ersten Berufsinformationskongresses für Psychologie Studierende in München.
Eine Gruppe engagierter Studentinnen und Studenten der LMU gründete im Januar 2007 den studentischen Verein „Psychologie in Beruf und Praxis“ mit dem Ziel, das theorielastige Psychologiestudium näher an die Praxis heranzuführen und Studenten die Möglichkeit zu geben, schon früh Einblicke in mögliche Arbeitsfelder zu gewinnen und Netzwerke mit praktizierenden PsychologInnen zu knüpfen.
Mit der Auftaktveranstaltung am 17. November 2007, einem Berufsinformationskongress für Psychologie Studierende aus ganz Deutschland, kamen die Studenten ihrem Ziel, „die Psychologen von morgen mit dem praktischen Wissen von heute auszustatten“ einen großen Schritt näher.
Am Kongresstag nahmen 250 Studentinnen und Studenten nicht nur aus dem Großraum München sondern auch aus ganz Deutschland mit großem Interesse die Gelegenheit wahr, sich Vorträge zu den vielfältigen Arbeitsfeldern für Psychologen anzuhören, sowie in anschließenden Diskussionsrunden mit den ReferentInnen in Kontakt zu treten.
Insgesamt stellten über 30 Referentinnen und Referenten in mehreren, thematisch abgestimmten, Parallelveranstalsungen von 9 Uhr morgens bis 18 Uhr abends ihre psychologischen Arbeitsfelder vor. Darunter befanden sich neben den bekannten Anwendungsfächern Klinische Psychologie und Organisations- und Wirtschaftspsychologie auch spannende eher weniger bekannte Felder, wie Polizei- und Gefängnispsychologie, Neuropsychologie, Pädagogische Psychologie, Psychosoziale Beratung und Sportpsychologie.
Prof. Dr. Dieter Frey ist von dem Kongress begeistert: „Es war eine sehr gute Idee, dass Studierende des Departments Psychologie einen Kongress veranstaltet haben, in dem die Problemlösekompetenz von Psychologie, insbesondere der Theorie-Praxis-Austausch in ganz unterschiedlichen Feldern dargestellt wurde und von Experten, die auf diesem Gebiet tätig sind, erläutert wurde.“
Professoren und Mitarbeiter des Department Psychologie unterstützten das studentische Engagement, indem sie die Moderation von Symposien übernahmen und damit einen wertvollen Beitrag zum Erfolg der Veranstaltung leisteten. So wurde das Symposium zum Thema „Unternehmensberatung“ von dem neuen Inhaber des Lehrstuhls für Organisations- und Wirtschaftspsychologie, Prof. Dr. Brodbeck, das Symposium zur Neuropsychologie von Prof. Dr. Zihl moderiert, für die Pädagogische Psychologie machte sich Prof. Dr. Fischer stark.
Trotz anfänglicher bürokratischer Stolpersteine gelang es letztendlich, die eintägige Veranstaltung in den Räumen der Ludwig-Maximilians-Universität zu organisieren. Finanziell ermöglicht wurde der Kongress von Unternehmen wie Kienbaum Management Consultants, der Verlagsgruppe Beltz, dem Ausbildungsinstitut München im Verein zur Förderung der klinischen Verhaltenstherapie (VFVK), der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT), der Deutschen Psychologen-Akademie (DPA) und dem Institut für Systemisch Integrative Beratung und Supervision (ISB), die trotz des Debüts der Veranstaltung großes Vertrauen in die Organisatoren hatten.
Sehr positiv war auch die Resonanz des studentischen Publikums, dem sich hier erstmalig in München die Gelegenheit bot, in großem Rahmen viele verschiedene Arbeitsfelder ihres Studienfaches direkt kennen zu lernen.
Ähnlich begeistert äußert sich Prof. Dr. Felix Brodbeck, der die letzten 7 Jahre an der Aston Business School, Aston University die Verbindung von Theorie und Praxis in seinem Bereich so zu verbinden verstand, dass die Financial Times in Ihrem Ranking von MSc Programmen im Business Bereich seine Abteilung im Jahre 2005 zur Nummer 1 in Europa erklärte: „Einige unserer besten Studierenden hier in München haben vor kurzem einen Verein gegründet. Die heutige Auftaktkonferenz mit 250 Teilnehmern aus ganz Deutschland, wo Praktiker aus verschiedensten Bereichen der Psychologie in mehreren parallelen Symposien ihre Arbeit vorstellten und mit Studierenden diskutierten, war ein voller Erfolg. Und das Beste, es war perfekt organisiert.“
Evaluation

In den ausgeteilten Evaluationsbögen wurden die Besucher, Referenten und Moderatoren gebeten, verschiedene Aspekte mit den gängigen Schulnoten von 1 bis 6 zu bewerten. Nach der Auswertung ergaben sich folgende Ergebnisse:
Die Struktur des Kongresses und der Symposien wird mit durchschnittlich 1.6 bewertet, ebenso wie der Inhalt der Symposien. Die Informationspolitik durch den Verein schneidet mit 1.7 ab, die Qualität des Essens mit 1.7 und die Quantität mit 1.2.
Auch die Tatsache, dass 40 % der Bögen im Bereich der Anmerkungen ein ausdrückliches Lob für den gelungen Kongress enthielten, bestätigt unser Konzept und seine Umsetzung.
Wir haben wir durch den Evaluationsbogen auch viele wertvolle Verbesserungsvorschläge erhalten. Wir werden versuchen diese in der Vorbereitung und der Durchführung des nächsten Kongresses umzusetzen.
Genannte wurde hier unter anderem, dass mehr Ausbildungsinstitute für Psychotherapeuten und mehr Unternehmen mit einem Informationsstand in Erscheinung treten sollten. Diese Schlussfolgerung lässt sich auch aufgrund der Note 3,3 für das Zusatzangebot ziehen.
Wir danken auf diesem Wege nochmals unseren bisherigen Sponsoren und hoffen im nächsten Jahr den Bedarf der Besucher mit weiteren Repräsentanten von Instituten und Firmen decken zu können!
Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns Feedback und viele gute Anregungen gegeben haben – ohne Sie wäre diese genaue Auswertung und auch die beeindruckende Rücklaufquote von 50 % niemals zustande gekommen.


