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Rückblick 2008

Im Namen des Vereins möchten wir uns bei allen Mitgliedern, freiwilligen Helfern, Referenten, Moderatoren, Sponsoren und Teilnehmern für diesen gelungenen ersten Kongress bedanken.

300 Studenten aus ganz Deutschland und über 40 Referenten ermöglichten es, dass der zweite Berufsinformationskongress am 22.11.2008 an den Erfolg des ersten Berufsinformationskongress für Psychologiestudierende in München anknüpfen konnte.

Psychologie Kongress in München 2007 Psychologie Kongress in München 2007 Psychologie Kongress in München 2007
     

Wie schon im vergangenen Jahr verfolgte das Team des Vereins Psychologie in Beruf und Praxis e.V. mit dem zweiten Berufsinformationskongress die Zielsetzung das eher theoriebezogene Psychologiestudium näher mit der praktischen Tätigkeit dieses Berufsfelds zu verbinden. Den teilnehmenden Studenten wurde die Möglichkeit gegeben, schon früh Einblicke in potentielle Arbeitsfelder zu gewinnen, Netzwerke mit praktizierenden PsychologInnen zu knüpfen und auch die weniger bekannten Teildisziplinen der Psychologie zu erkunden.

Nachdem der erste Berufsinformationskongress im Jahr 2007 viel Anklang bei den Studenten, Referenten und Sponsoren gefunden hatte, waren wir zuversichtlich, dass auch der zweite Berufsinformationskongress zu einer erfolgreichen, von spannendem Austausch gekennzeichneten Veranstaltung werden würde. Am Samstag den 22.11.08 nahmen 300 Studentinnen und Studenten (einige zum 2. Mal) mit großem Interesse die Gelegenheit wahr, sich Vorträge zu den vielfältigen Arbeitsfeldern für Psychologen anzuhören, sowie in anschließenden Diskussionsrunden mit den ReferentInnen in Kontakt zu treten.

Insgesamt stellten über 40 Referentinnen und Referenten in mehreren, thematisch abgestimmten Parallelveranstaltungen von 9 Uhr morgens bis 19 Uhr abends ihre psychologischen Arbeitsfelder vor. Darunter befanden sich neben den bekannten Anwendungsfächern Klinische Psychologie, Organisations- und Wirtschaftspsychologie und Pädagogische Psychologie auch spannende - eher unbekanntere Felder -, wie Polizei- und Gefängnispsychologie, Traumapsychologie, systemische Therapie und Logotherapie, Neuropsychologie, Psychoonkologie, Psychosoziale Beratung und Sportpsychologie. Einen würdigen Abschluss fand die Veranstaltung durch den Abschlussvortrag von Herrn Kramer und Herrn Dr. Ruoß, die die Situation und Perspektiven von Psychotherapeuten vorstellten und somit aktuelle und realitätsnahe Informationen über den Berufsstand geben konnten.

Prof. Dr. Dieter Frey stand uns erneut als Schirmherr des Berufsinformationskongresses zur Seite, auch durften wir wieder von der Unterstützung seitens der Professoren und Mitarbeiter des Departments für Psychologie an der LMU profitieren. Diese unterstützten das studentische Engagement, indem sie die Moderation von Symposien übernahmen oder als Referenten fungierten und somit einen wertvollen Beitrag zur Veranstaltung leisteten. So wurde die Moderation des Symposium zum Thema „Forschung und Lehre“ von Herrn Winkler betreut, Prof. Dr. Brodbeck übernahm das Symposium „Training und Coaching“, das Symposium zur Neuropsychologie wurde von Prof. Dr. Zihl moderiert und Prof. Dr. Bühner fungierte als Moderator für das Symposium Personalpsychologie. Für die Pädagogische Psychologie engagierte sich Prof. Dr. Fischer.

Die eintägige Veranstaltung wurde zum zweiten Mal in den Räumen der LMU organisiert. Durch die Möglichkeit den Kongress auf die Zeitungslesehalle als zentralem Aufenthaltsort zu erweitern, wurde die Interaktion zwischen Teilnehmern und Sponsoren weiter begünstigt. Dieses Jahr konnten folgende Informationsstände in der Zeitungslesehalle zur Abrundung der Veranstaltung gewonnen werden: Bund deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), Kienbaum Management Consultants, das Lehrinstitut für Psychoanalyse und Psychotherapie (LPM), das Süddeutsche Institut für Logotherapie, die Fachschaft Psychologie LMU und auch ein Infostand des Psychologie in Beruf und Praxis e.V.

Der finanzielle Rahmen für die Vorbereitung und Durchführung des Kongresses wurde durch die Unterstützung vieler Sponsoren bereitgestellt. Wir danken dem Unternehmen Kienbaum Management Consultants, der Arbeitsgemeinschaft für Verhaltenstherapie (AVM), dem Lehrinstituts für Psychoanalyse und Psychotherapie (LPM), dem Süddeutschen Institut für Logotherapie, dem Hogrefe Verlag, dem Beltz Verlags, der J&P GmbH, der Landesgruppe Bayern des BDP, der Agentur Schyrix und der Löwengrube.

Einige Sponsoren haben uns am 22.11.08 bereits zum zweiten Mal unterstützt. Dieses Vertrauen hat unsere Motivation in der Organisationsphase gestärkt. Wir hoffen auch für die Zukunft auf eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Referenten und Moderatoren, die sich bereit erklärt hatten ehrenamtlich am Samstag ihre jeweiligen Arbeitsfelder zu präsentieren, lobten die angenehme Atmosphäre, die gute Organisation und die konstruktiven Austauschmöglichkeiten mit Studenten. Sehr positiv war auch die Resonanz des studentischen Publikums: Dieses Jahr konnten wir uns über zahlreiche Studenten aus deutschen und österreichischen Universitäten erfreuen, die trotz des sehr schlechten Wetters und damit widrigen Anfahrtsbedingungen den teilweise sehr langen Weg nach München hinter sich gebracht hatten. Insgesamt lag der Anteil an LMU Studenten bei 54 Prozent, der Anteil Studenten anderer Universitäten bei 46 Prozent.

Wir freuen uns über diesen großen Erfolg des zweiten Berufsinformationskongresses und starten voller Enthusiasmus und Motivation in die Vorbereitungen für den dritten Berufinformationskongress am 21.11.09!

Evaluation

„Kompliment für die super Organisation und die Umsorgung der Referenten.“ meinte ein Referent. Sponsoren lobten die professionelle Organisation und den reibungslosen Ablauf und berichteten über einen spannenden und dynamischen Austausch mit den Studenten. Auch von den Besuchern wurde der Kongresstag positiv bewertet, viele wollen im nächsten Jahr wiederkommen. Das direkte Feedback durch die 136 ausgefüllten Feedbackbögen fiel sehr positiv aus: Das zeigte sich auch in der durchschnittlichen Gesamtnote, die mit 1,9 sehr positiv ausgefallen ist.

Charts Evaluation PBP Kongress 2007

Das am Kongresstag von Sponsoren, Referenten und Besuchern erhaltene Feedback spiegelt das Gelingen des zweiten Kongresses wieder. In den ausgeteilten Evaluationsbögen wurden die Besucher, Referenten und Moderatoren gebeten, verschiedene Aspekte mit den gängigen Schulnoten von 1 bis 6 zu bewerten. Nach der Auswertung ergaben sich folgende Ergebnisse:

Der Inhalt der Symposien schneidet mit 1,8 ab. Die Informationspolitik durch den Verein vor dem Kongress schneidet mit 2.0 ab, am Kongresstag mit 2,1 und die Qualität der Verpflegung mit 1.6. Was das Feedback bezüglich der Vorträge und der Referenten angeht, freuen wir uns über zahlreiches Lob, insbesondere das Engagement der Referenten und die Vielseitigkeit des Programms wurden sehr positiv wahrgenommen. Wir danken an dieser Stelle auch für die konstruktive Kritik, uns Verbesserungspotenziale aufzeigen und die stetige Weiterentwicklung ermöglichen.

Die Besucher wünschten sich mehr Informationen über Berufsperspektiven (z.B. Verdienstmöglichkeiten). Zudem würde ein Symposium über die psychologische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auf Anklang stoßen. Die Tatsache, dass man zwischen verschiedenen spannenden Symposien wählen soll und deshalb nur einen Teil der Vorträge anhören kann, wurde kritisiert. Diese Problematik wurde beim letzten Kongress und erneut 2008 im Verein ausführlich diskutiert: Vorschläge, wie den Kongress auf zwei Tage zu strecken oder die Möglichkeit zu geben, nach einem Vortrag zu einem anderen zu wechseln sind technisch, finanziell und logistisch gesehen leider nicht realisierbar. Orientiert man sich an größeren Fachkongressen, ist die von uns gewählte
Vorgehensweise internationaler Standard. Bestimmte Arbeitsfelder (auch „exotischere“) werden beim nächsten Kongress erneut präsent sein. So ergibt sich die Möglichkeit, verpasste Vorträge zu den jeweiligen Themen zumindest im nächsten Jahr zu besuchen.

Viele Besucher wünschten sich die Folien und Präsentationen der Referenten zu erhalten. Diesem Wunsch können wir leider nicht nachkommen, da diese Materialien urheberrechtlich geschützt sind - zudem stehen in manchen Folien Inhalte, die nicht weitergegeben werden dürfen (z.B. Fallbeispiele). Außerdem tragen zahlreiche Referenten frei vor, sodass es keine Unterlagen zum Vortrag gibt.

Wir planen jedoch eine ausführliche Dokumentation der Kongresse zu veröffentlichen. Um diesbezüglich über ausreichend Materialien zu verfügen, werden wir noch einige Kongresse abwarten müssen. Was die Informationsstände angeht, wünschen sich unsere Besucher Ausbildungsinstitute, mehr Stände mit Arbeitnehmern, und mehr Informationen über Praktika und Stipendien. Wir versuchen möglichst viele Bereiche abzudecken und haben uns sehr gefreut, dass wir dieses Jahr drei Ausbildungsinstitute begrüßen durften (das Lehrinstitut für Psychoanalyse und Psychotherapie (LPM), das Süddeutsche Institut für Logotherapie und systemische Therapie). Wir werden uns weiterhin bemühen bei den gegebenen räumlichen Voraussetzungen zusätzliche Möglichkeiten zu schaffen

Die Tatsache, dass zahlreiche Bögen im Bereich der Anmerkungen ein ausdrückliches Lob für die gelungene Organisation und den Ablauf enthielten, bestätigt unser Konzept und seine Umsetzung.

Die Informationspolitik des Vereins wurde ausführlich gelobt, trotzdem wurden wir auf einige Mängel hingewiesen: bei einigen landeten die PBP-Emails fälschlicherweise im Spam-Ordner. Zudem werden Informationen zum Programm und zu den Referenten schon vorab erwünscht. Aufgrund der kurzfristigen Planung und Logistik ist eine umfassende Information im Vorfeld leider nicht möglich. Wir werden uns allerdings bemühen im Vorfeld des nächsten Kongresses vertiefte Informationen zur Verfügung zu stellen.

Die Verpflegung wurde sehr positiv bewertet, insbesondere die Menge und die „Liebe zum Detail“ wurden besonders geschätzt. Warmes Essen, kürzere Warteschlangen und mehr Angebot an Kuchen sind wichtige Verbesserungsvorschläge. Der Verein hat beschlossen sein Verpflegungskonzept zu überdenken. Dabei ist zu beachten, dass in diesem Rahmen der Eintrittspreis des Kongresses berücksichtigt werden sollte. Wir haben nicht vor, diesen günstigen, studentenfreundlichen Preis wegen der Verpflegung zu erhöhen.

Es bleibt das Fazit, dass der zweite Berufsinformationskongress an den Erfolg der ersten Veranstaltung anknüpfen konnte. Wir freuen uns, dass wir dieses Jahr so viele begeisterte Besucher anziehen und dadurch auch zahlreiche Studenten aus anderen Unis erreichen konnten!
Wir haben durch die Evaluationsbogen viele wertvolle Verbesserungsvorschläge erhalten und bedanken uns ganz herzlich für das aufschlussreiche Feedback - ohne dies wäre diese genaue Auswertung nicht möglich gewesen.

Wir freuen uns Sie auf dem 3. Berufsinformationskongress am 21.11.2009 wieder begrüßen zu dürfen!